Wir wünschen Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr im Kreise Eurer Liebsten.

Weihnachten ist die Zeit, innezuhalten, sich zu erholen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Das ist auch bei uns nicht anders, auch wenn wir nicht so viel von dem Fest spüren. Wir befinden uns im Iran, genauer gesagt in der historischen Metropole Shiraz. Das Land unterscheidet sich sehr von den vorangegangenen Ländern, schon allein deshalb, weil der Islam hier wesentlich präsenter ist, als bisher. Aber auch dadurch, dass wir extrem viel in Kontakt kommen mit den Einheimischen.

Gruß aus der Wüste: Verlassene Festung in der Lut Desert.

Die Gastfreundschaft der Menschen verschlägt uns jeden Tag wieder die Sprache. Fast jeden Tag werden wir von Wildfremden zum Essen oder gar zum Übernachten in ihrem Haus eingeladen. Wenn wir in Kleinstädten oder Dörfern anhalten, schart sich in Minutenschnelle eine Menschentraube um uns, die sich darum streitet, wer uns beherbergen darf. Straßenhändler beschenken uns mit Obst und Tee, und immer wieder rufen uns die Menschen freundlich „Welcome to Iran!“ zu.

Völlig am Boden: Zu Gast bei Amir (3.v.l.), Zahar (2.v.r.) und ihrer Familie.

Wir haben in aller Welt beeindruckende Menschen kennengelernt, die sehr freundlich zu uns waren und uns immer weitergeholfen haben. Doch der Iran sprengt alles, was wir bisher in dieser Hinsicht erleben durften. Das Land stand auf der Liste unserer Traumziele ganz oben, doch nach dem kurzen aber heftigen Krieg mit Israel hat es nicht so ausgesehen, als könnten wir das Land auf dieser Reise noch besuchen. Quasi im letzten Augenblick war es wieder möglich, ohne einen teuren Guide frei durch den Iran zu reisen, und wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt. Ausführliches über unsere Erlebnisse mit Land und Leuten lest ihr zu gegebener Zeit in unserem Blog.

Artgerechte Haltung: Die Wüstenschiffe in ihrer bevorzugten Umgebung.

2025 war für uns ein Jahr mit vielen Höhen sowie tollen Eindrücken und Begegnungen. Von Malaysia aus führte unsere Reise durch Thailand, Kambodscha, Laos, China, Tibet, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Aserbaidschan, Georgien und Armenien bis in den Iran. Doch es gab auch drastische Tiefpunkte. Einen weiteren Motorschaden, eine Covid-Erkrankung, drohende Haft und Abschiebung wegen einer überzogenen Aufenthaltsdauer in Kasachstan sowie das Platzen unserer eigentlich geplanten Route durch Nepal, Indien und Pakistan wegen des feigen Terroranschlags in der Kaschmir-Region. Wir sind gespannt, was das neue Jahr bringt – neben unserer Rückkehr nach Deutschland.

Wir wünschen Euch ein Fest ohne Stress und Hektik und alles Gute und viel Gesundheit und Glück im neuen Jahr.

Eure Bike Voyagers

Andrea und Tom